Was ist DNS-Spoofing und wie kann ich meinen Mac davor schützen?

  • DNS-Spoofing kann Sie auf gefälschte Webseiten leiten

  • Dies kann sich auf Anmeldungen, Zahlungen und Ihre personenbezogenen Daten auswirken

  • Öffentliche WLAN-Netze und unsichere Router-Einstellungen können das Risiko für diese Angriffe erhöhen

  • Sicherere Surfgewohnheiten und zuverlässige Mac-Sicherheitstools können dazu beitragen, das Risiko zu verringern

Was ist DNS-Spoofing?

DNS-Spoofing ist ein Cyberangriff, bei dem Ihr Browser bzw. Gerät dazu verleitet wird, eine falsche Webseite aufzurufen. DNS ist das System, das einen Webseitennamen, wie den Ihrer Bank oder Ihres E-Mail-Anbieters, in die Internetadresse umwandelt, die Ihr Mac verwendet, um diese Webseite zu erreichen. Wenn das DNS manipuliert wird, kann eine echt aussehende Webadresse zu einer nicht vertrauenswürdigen Webseite führen.

DNS-Spoofing kann durch manipulierte DNS-Einträge, kompromittierte Router, unsichere Netzwerke oder Malware erfolgen, die die Art und Weise verändert, wie Ihr Mac eine Verbindung zu Webseiten herstellt. Es überschneidet sich oft mit phishing, da das gefälschte Ziel wie eine echte Anmeldeseite aussehen kann. Es kann auch mit Man-in-the-Middle-Angriffen in Verbindung stehen, bei denen jemand Ihre Verbindung stört und den Traffic zwischen Ihnen und der Webseite, die Sie eigentlich besuchen wollten, umleitet.

DNS-Cache-Poisoning

Falsche DNS-Informationen werden im Cache eines DNS-Servers gespeichert. Bis diese korrigiert werden oder ablaufen, werden Benutzer möglicherweise auf die falsche Webseite weitergeleitet.

Änderungen des Router-DNS

Ein kompromittierter Router kann so verändert werden, dass er schädliche DNS-Server verwendet. Dies kann mehrere Geräte im selben Heim- oder Büronetzwerk betreffen.

Malware-basierte Änderungen

Malware oder unerwünschte Software auf einem Mac kann DNS-Einstellungen, das Verhalten des Browsers oder Netzwerkeinstellungen ändern, ohne dass der Benutzer dies bemerkt.

Gefälschte WLAN-Weiterleitungen

In unsicheren öffentlichen WLAN-Netzen können Angreifer DNS-Anfragen manipulieren oder Netzwerktricks verwenden, die Nutzer auf gefälschte Anmeldeseiten oder Betrugswebseiten umleiten.

Wie funktioniert DNS-Spoofing?

Beim DNS-Spoofing wird die Antwort geändert, die Ihr Gerät erhält, wenn es nach dem Weg zu einer Webseite fragt. Anstatt die echte Webseite zu erreichen, wird Ihr Browser möglicherweise auf eine vom Angreifer kontrollierte Seite umgeleitet.

01

Sie stellen eine Anfrage für eine Webseite

Sie geben eine Webseitenddresse ein oder klicken auf ein gespeichertes Lesezeichen. Ihr Mac fragt das DNS, wie er diese Webseite erreichen kann, damit der Browser sie laden kann.

02

Die DNS-Antwort wird manipuliert

Ein Angreifer manipuliert die DNS-Antwort, den DNS-Cache, die Router-Einstellungen oder die lokale Netzwerkkonfiguration. Ihr Mac wird daraufhin an das falsche Ziel weitergeleitet.

03

Die gefälschte Webseite wird geladen

Ihr Browser öffnet möglicherweise eine Seite, die wie die von Ihnen erwartete Webseite aussieht. Die Adresse, das Design oder das Anmeldeformular können auf den ersten Blick überzeugend wirken.

04

Daten können erfasst werden

Wenn Sie Anmeldedaten, Zahlungsinformationen oder personenbezogene Daten eingeben, erfasst die gefälschte Webseite diese Informationen möglicherweise, bevor sie Sie umleitet oder eine Fehlermeldung anzeigt.

05

Das Risiko besteht weiterhin

Wenn das Problem mit Malware, Router-Einstellungen oder manipulierten DNS-Einträgen zusammenhängt, können die Weiterleitungen so lange andauern, bis das Problem beseitigt oder behoben ist.

Was sind Beispiele für DNS-Spoofing aus der Praxis?

DNS-Spoofing kann zunächst wie ein normales Problem beim Surfen erscheinen. Eine vertraute Webseite leitet unerwartet weiter, mehrere Geräte im selben Netzwerk verhalten sich seltsam oder eine Anmeldeseite sieht nicht ganz richtig aus, obwohl die Adresse vertraut erscheint.

Weiterleitungen bei brasilianischen Banken, 2016

Im Jahr 2016 nahmen Angreifer Benutzer mehrerer brasilianischer Banken ins Visier, indem sie die mit den Domains der Banken verbundenen DNS-Einträge änderten. Benutzer, die versuchten, legitime Bankwebseiten aufzurufen, wurden auf überzeugende gefälschte Versionen weitergeleitet, die darauf ausgelegt waren, Anmeldedaten und personenbezogene Daten abzugreifen. Da die Webadressen vertraut aussahen, bemerkten viele Benutzer nicht sofort, dass sie auf eine verdächtige Seite weitergeleitet worden waren.

MyEtherWallet-DNS-Hijacking, 2018

Im Jahr 2018 leiteten Angreifer manche MyEtherWallet-Benutzer auf eine gefälschte Version des Kryptowährungs-Wallet um, nachdem sie das DNS-Routing manipuliert hatten. Die gefälschte Seite sah überzeugend genug aus, um Benutzer zur Eingabe ihrer Wallet-Daten zu verleiten, und die Angreifer stahlen Kryptowährungen von den betroffenen Konten. Dies zeigt, wie DNS-Manipulationen Menschen auf eine gefälschte Seite leiten können, selbst wenn sie glauben, eine vertraute Webseite zu besuchen.

Router-DNS-Hijacking, 2026

Im Jahr 2026 warnten Sicherheitsbehörden, dass Angreifer anfällige Router in Privathaushalten und kleinen Büros ausnutzten, um DNS-Hijacking und Man-in-the-Middle-Angriffe zu ermöglichen. Durch die Änderung des Routerverhaltens oder der DNS-Einstellungen konnten Angreifer den Traffic über von ihnen kontrollierte Infrastruktur umleiten und Passwörter bzw. Authentifizierungstoken als Ziel angreifen. Router-basierte Angriffe können jedes Gerät in einem Netzwerk betreffen, sodass seltsame Weiterleitungen gleichzeitig auf Macs, Smartphones und Tablets auftreten können.

Was sind die Risiken und Auswirkungen von DNS-Spoofing?

Das Hauptrisiko besteht darin, an einen Ort weitergeleitet zu werden, den Sie gar nicht erreichen wollten. Wenn die gefälschte Webseite überzeugend wirkt, kann DNS-Spoofing schnell zu gestohlenen Passwörtern, Zahlungsbetrug oder der Offenlegung personenbezogener Daten führen.

Passwortdiebstahl

Eine gefälschte Anmeldeseite kann E-Mail-, Bank- oder Arbeitspasswörter erfassen, wenn der Benutzer nicht erkennt, dass es sich um eine gefälschte Webseite handelt.

Zahlungsbetrug

Gefälschte Checkout-Seiten oder Zahlungsportale können versuchen, Kartendaten, Rechnungsinformationen oder andere sensible Daten abzugreifen.

Erhöhtes Phishing-Risiko

DNS-Spoofing kann Phishing-Angriffe überzeugender machen, indem es Benutzer auf gefälschte Seiten leitet, die auf den ersten Blick legitim erscheinen.

Netzwerkweite Auswirkungen

Wenn ein Router oder DNS-Server betroffen ist, können mehrere Geräte umgeleitet werden, darunter Macs, Smartphones, Tablets und andere Geräte im selben Netzwerk.

Wer ist am stärksten in Gefahr
durch DNS-Spoofing?

Jeder kann betroffen sein, doch ist der Erfolg von DNS-Spoofing in unsicheren Netzwerken wahrscheinlicher bzw. wenn Benutzer auf kompromittierte Router vertrauen oder Browser-Warnungen ignorieren.

Wie kann man sich vor
DNS-Spoofing schützen?

Sie können nicht jedes DNS-System im Internet kontrollieren, aber Sie können das Risiko verringern, indem Sie auf seltsame Weiterleitungen achten, Ihr Netzwerk sichern und die Geräte schützen, die Sie zum Surfen und Anmelden verwenden.

Überprüfen Sie die Details der Webseiten

Achten Sie auf auffällige URLs, Browser-Warnungen, fehlerhafte Seiten oder Anmeldeformulare, die nicht richtig aussehen. Geben Sie keine Passwörter ein, wenn etwas verdächtig erscheint.

Verwenden Sie vertrauenswürdige Netzwerke

Vermeiden Sie es, sich über öffentliche WLAN-Netzwerke bei sensiblen Konten anzumelden. Wenn Sie eine Verbindung herstellen müssen, seien Sie besonders vorsichtig bei Bank-, E-Mail- und Arbeitskonten und erwägen Sie die Verwendung eines VPN in gemeinsam genutzten Netzwerken.

Schützen Sie Ihren Router

Ändern Sie das Standard-Admin-Passwort Ihres Routers, halten Sie die Router-Firmware auf dem neuesten Stand und überprüfen Sie die DNS-Einstellungen, wenn mehrere Geräte unerwartet umgeleitet werden.

Halten Sie Ihren Mac auf dem neuesten Stand

Installieren Sie Updates für macOS, Ihren Browser und alle Sicherheitsupdates. Updates können Sicherheitslücken beheben, die bösartige Webseiten, Netzwerkangriffe oder unerwünschte Software ausnutzen könnten.

Führen Sie Antiviren-Scans durch

Verwenden Sie vertrauenswürdige Antivirensoftware für Ihren Mac, um Malware oder unerwünschte Apps zu erkennen, die möglicherweise die DNS-, Browser- oder Netzwerkeinstellungen auf Ihrem Mac ändern.

So hilft Ihnen Intego ONE dabei, Risiken durch DNS-Spoofing zu verringern

DNS-Spoofing wird nicht immer durch Malware auf Ihrem Mac verursacht, daher kann keine Sicherheits-App versprechen, jede Umleitung zu verhindern. Aber Intego ONE hilft Ihnen dabei, die Bereiche zu schützen, die Sie kontrollieren können, einschließlich Ihres Macs, Ihrer Apps sowie der Netzwerke und Konten, die Sie täglich verwenden.

Malware-Erkennung

Die Antivirensoftware von Intego kann Ihnen dabei helfen, schädliche Dateien und unerwünschte Software zu erkennen, die versuchen könnten, die Browser-, DNS- oder Netzwerkeinstellungen auf Ihrem Mac zu ändern.

Echtzeitschutz

Echtzeit-Scans helfen dabei, verdächtige Downloads und Installationsprogramme abzufangen, bevor diese unerwünschte Änderungen an Ihrem Mac vornehmen können.

Verbindungskontrolle

Die Intego Firewall warnt Sie, wenn Apps versuchen, neue oder ungewöhnliche Verbindungen herzustellen, sodass Sie nicht erkannte Aktivitäten zulassen oder blockieren können.

VPN-Schutz

Intego VPN verschlüsselt Ihren Internet-Traffic in öffentlichen WLAN-Netzwerken und bietet Ihnen so einen zusätzlichen Schutz, wenn Sie im Internet surfen, sich anmelden oder in gemeinsam genutzten Netzwerken arbeiten.

Häufig gestellte Fragen

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Seit über 25 Jahren treibt Intego Innovationen voran und bietet fortschrittliche Cybersicherheitslösungen zum Schutz Ihrer wichtigsten Dinge – Ihrer Daten, Ihrer Privatsphäre und Ihrer Geräte.

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